Kreisgruppe Minden-Lübbecke

2022 - Ist-Zustand der Ösper nach zwei Jahrzehnten EU-WRRL

Gewässerstrukturkartierung der Ösper 2012 (oben) und 2018 (unten), dargestellt in einem Diagramm. Die Farbe Orange als Symbol für eine sehr starke Veränderung dominiert. Nur 1 grüne Säule im renaturierten Bereich zeigt eine mäßige Veränderung an.  (Diagramm: Karlheinz Meier https://fisdt.de)

Die Gewässerstrukturkartierung der Ösper auf ganzer Länge erfolgte im Jahre 2012. Die damals ermittelten Klassenwerte der Gesamtstruktur in 100-m-Kartierabschnitten sind bis auf den renaturierten Bereich im Unterlauf gleich geblieben. BUND-Mitglied Karlheinz Meier hat die Werte in einem Strukturgütediagramm (Abb. rechts) dargestellt. Mit den fast duchgehend orangenen Säulen als Farbsymbol für eine sehr starke Veränderung zeigt es auf einen Blick, welch ein ernüchterndes Erscheinungsbild die Ösper bietet. Unter diesem Diagramm stehen zum Vergleich auch die neuen Kartierdaten des umgestalteten 1 km langen Unterlaufs. 

Nach dem Strahlwirkungskonzept kann der gute ökologische Zustand nur erreicht werden, wenn ausreichend Strahlursprünge angelegt werden, in denen eine größere Strukturvielfalt anzustreben ist. Das Verortungskonzept von 2012 weist insgesamt sieben solcher Strahlursprünge für die Ösper aus. Deren Verortung ist dem Diagramm oben grob entnehmbar. Nach dem im Jahr 2014 entwickelten ersten Strahlursprung soll in Petershagen-Maaslingen ein zweiter entstehen (Verfahrensbereich zwischen den kleinen, schwarzen Markierungen).

Fotowanderung entlang der Ösper (Bildschirmbeispiel)  (Karlheinz Meier https://fisdt.de)

Eine Fotowanderung entlang des Flusses im Internet ermöglicht, sich ein schnelles Gesamtbild im Jahre 2012 zu machen. Auch die verbesserten Strukturen nach der Umgestaltung des Unterlaufs mit Bildern aus dem Jahre 2018 sind dort einsehbar. Das Foto rechts bei Gewässer-km 0,9 * aus der Fotowanderung zeigt die neu gewonnene Strukturvielfalt.
* jetzt Gewässer-km 1,2 aufgrund Verlängerung des Ösperlaufs infolge Renaturierung

Der ganze Bericht zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Ösper und das Fazit siehe hier:
Der lange Weg - Vielversprechender Maßnahmenstart und doe Fortsetzung?

Die Ösper – Eintreten für den Gewässerschutz!

BUND-Gruppe bei einem Spaziergang entlang der renaturierten Ösper 2015  (Foto: Tim Brunkhorst)

Die BUND-Ortsgruppe Petershagen setzt sich für die naturnahe Umgestaltung der Ösper ein. Erster Erfolg: Im Jahr 2014 wurde der Bach in Petershagen-Ort auf einer Länge von 1,2 km naturnah gestaltet.
Fotos der alten und neuen Ösper siehe hier: 2014 - Ösper naturnah umgestaltet!
Aktionen der Ortsgruppe siehe hier Ösperprojekt 2008 - 2014

Wie geht es weiter? Die Ösperkarte von 2011 gibt dazu wertvolle Hinweise (Entwurf zur Regulierung  der Ösper sowie zur Melioration der Seitentäler sowie des Landerbachtales, Lageplan Blatt 3, 1 : 5 000, 1911/12, Ortsheimatpflege Petershagen) siehe hier Ösperkarte 1911