Kreisgruppe Minden-Lübbecke
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Klinik-Neubau statt Gabelhorster Wald?

Erkundungsgang durch den Gabelhorster Wald mit der Landschaftspflegerin Susanne Bartens-Korn

Wann: Sonntag, 14.04.2024 um 15.30 Uhr
Wo: Treffpunkt Gabelhorst/Koloniestraße, Parkplatz Supermarkt NP.

Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung unter gabelhorsterwald(at)web.de gebeten.
Spenden erwünscht! Bei starkem Wind, Sturm, Gewitter oder Starkregen findet die Veranstaltung nicht statt.

Die direkt westlich der Kernstadt Espelkamp gelegene Waldfläche zwischen Gabelhorst und B239 verfügt über eine beeindruckende Arten- und Biotopvielfalt, die sich in ihrer rund 200-jährigen Geschichte so erst entwickeln konnte. Ohne ökologische und klimarelevante Belange zu berücksichtigen, ist im Planungsverfahren dieser rund 10 ha große Mischwald als Standort für den Krankenhaus-Neubau ausgewählt worden. Dieser Plan ist bis heute hoch umstritten: Was macht diesen Wald so besonders? Was bedeutet der Klimawandel für eine Stadt und welche Rolle haben Wälder dabei? Was macht einen Wald stabil in Zeiten des Klimawandels? Ließe sich solch ein Wald an anderer Stelle ersetzen? Gesundheitsversorgung ODER Natur- und Klimaschutz - oder beides?
  Die Aktionsgruppe Gabelhorster Wald lädt ein zu einem Erkundungsgang unter der fachkundigen Leitung von Susanne Bartens-Korn. Sie gewährt Einblicke in die faszinierend-dichte Lebenswelt des Gabelhorster Waldes und wird auch seine Rolle als Klimawald-Biotop näher beleuchten. „Gerade in der Zeit des Klimawandels, trockener und heißer werdenden Sommern, zunehmend heftigeren Stürmen, Starkregenereignissen etc. ist dieser Wald einer der wenigen im Land, der dank seines dichten natürlichen Systems stabil dasteht“, so die Gruppe. 

Die Kleine Aue soll leben - Dialog am Gewässer

Einmündung der Kleinen Aue in die Große Aue bei Pr. Ströhen  (W. Dodenhöft)

Die in Espelkamp und Rahden gelegene Kleine Aue ist ein ca. 18 km langes rechtes Nebengewässer der Großen Aue. In den 1960er Jahren wurde sie aus Gründen des Hochwasserschutzes vollständig kanalisiert. Mitte der 1990er Jahre ergriff die Stadt Espelkamp noch vor Inkrafttreten der EU-WRRL die Initiative und setzte beim Hochwasserschutz nicht auf technische Lösungen, sondern auf den natürlichen Wasserrückhalt in der Gewässeraue. Mit Hilfe von Flurbereinigungsverfahren – nun mit Blick auf Gewässer-, Arten- und Klimaschutz – konnten Flächen für die Aue bereitgestellt und in Teilen renaturiert werden. Wir begutachten die schon naturnah gestaltete Kleine Aue im Naturschutzgebiet “Kleine Aue Espelkamp” und informieren über weitere Renaturierungsprojekte auch in Rahden.

Termin: Sonntag, 19. Juni 2022 | 11.30 Uhr – 13.30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz am Friedhof, Espelkamp, Vor dem Bruch
Leiter: Winrich Dodenhöft, Rainer Vogt