Kleines Wiesenvögelchen
(Sonja Fritsch)
Draußen sind es schon gefühlt 30 Grad. Wir beneiden ein wenig die Leute die sich heute entschlossen haben lieber ins Freibad als in die Bastauwiesen zu gehen. Dennoch startet die 4 köpfige Truppe unter Führung von Rainer Vogt zu ihrem Ausflug in die Welt der Feuchtwiesen. Geschützt durch Sonnencreme und Kappe und ausgestattet mit PflanzenApp und Fernglas geht es los. Die Ohren sind gespitzt für den Gesang der Vögel. Die Kamera griffbereit um die kleinen Wunder der Natur einzufangen.
Zunächst führt uns der Weg vor allem durch vogelaktives Gebiet. Wir lauschen den Klängen der Feldlerche, sehen die ersten Kiebitze, erraten den Gesang von Dorngrasmücke und Wiesenpieper und zu guter Letzt gelingt sogar ein Foto von einem Neuntöter-Männchen. Zu unser aller Überraschung ertönen plötzlich auch noch die Laute vom großen Brachvogel und wir erhaschen sogar einen Blick auf ihn, als er in der Wiese landet und umherschreitet. Bei der Hitze ärgern uns vor allem die Bremsen die von der Feuchtwiese natürlich angezogen werden. Viel mehr erfreut uns da der Anblick der umherflatternden Schmetterlinge wie z. B. dem Kleinen Wiesenvögelchen oder den unterschiedlichen Weißlingen. Als wir dann am Bach auch noch voll motiviert auf allen Vieren durch die Wiese kriechen, stoßen wir erfreut auf Blutzikade und Ampfer-Grünwidderchen.
Doch auch die Pflanzenwelt wird uns von Rainer Vogt näher gebracht. Er erklärt an welchen Pflanzen man die Bodenbeschaffenheit erkennt, weist darauf hin, welche Gehölze nicht in die Feuchtwiesen gehören, und erzählt lustige Geschichten zum Thema Gifthahnenfuß und Ohrenweide.
Am Ende unseres Rundgangs sind die Trinkflaschen leer, aber der Kopf voller neuer Eindrücke.
Viele Arten von Pflanzen und Tieren haben wir in den knapp 2 Stunden entdeckt, bestimmt und fotografiert (Fotos und Text von Sonja Fritsch).