Problem Abfall - wie damit umgehen?

Eine Konsumgesellschaft produziert ständig große Mengen an Abfall. Wie muss damit umgegangen werden, um die Umwelt möglichst gering zu belasten?

Vermeidung von Abfall, dessen stoffliche Verwertung (Recycling) und die umweltgerechte Beseitigung des Abfalls, der nicht verwertet werden kann (Restmüll), sind Bausteine für eine ökologische und nachhaltige Abfallwirtschaft.
Nachhaltiges Wirtschaften heißt vor allem auch, einer Verschwendung von Rohstoffen entgegenzuwirken. Materialien müssen erneut in Produktionsprozesse eingebracht (Kreislaufwirtschaft) und Produkte nachhaltig gestaltet werden. Der Verbraucher muss beim Kauf bewusst auswählen.


Siehe dazu

  • BUND-Position 49 „Wege zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft“  hier 
  • BUND-Hintergrund „Ressoucenschutz ist mehr als Rohstoffeffizienz“ des BUND Arbeitskreis Abfall und Rohstoffe hier

 


Einen kleinen Überblick zum Thema Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfall finden Sie hier:

Vermeidung hat Priorität!
Kategorien der Abfallvermeidung sind im Kasten rechts aufgelistet. Die Kategorie 1-5 gelten nicht nur für private Haushalte, sondern auch für Industrie-, Gewerbe- und öffentliche wie private Dienstleistungsbetriebe bei einer eigenen Betriebsführung. Bei der umweltgerechten Produktgestaltung kommt der Wirtschaft eine besondere Aufgabe zu. Zum einen ist auf eine hohe Energieeffizienz zu achten. Zum anderen müssen neben Funktionalität und Ästhetik auch Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit, Schadstofffreiheit, Demontierbarkeit und Verwertbarkeit zu wichtigen Desugnkriterien werden (Text und Tabelle aus BUND-Position 49, s.o.).


Stoffliche Verwertung – gute Separierung wichtig!

Papier, Glas, Kunstoff, Metall, Bio- und Grünabfälle stellen Wertstoffe dar (Sekundärrohstoffe). Die getrennte Erfassung dieser Abfallfraktionen ist Voraussetzung für eine möglichst hochwertige Verwertung. Dazu muss schon im Haushalt oder Betrieb eine gute Separierung erfolgen. Verschiedene Holsysteme direkt von der Haustür sowie Bringsysteme (z. B. Wertstoffhöfe) ermöglichen, dass die Sekundärrohstoffe einer Verwertung zugeführt werden.


Großes Recyclingpotenzial liegt bei Elektronikabfällen, Elektroaltgeräten und Elektroschrott. So enthalten z.B. 1 Million PC bzw. Laptops u.a. rund 500 t Kupfer, 1,2 t Silber, 200 kg Gold und 80 kg Palladium (Buchert et al. 2007 in BUND-Publikation „Ressourcenschutz ist mehr als Rohstoffeffizienz“, S. 44).

Seit 2006 darf diese Abfallfraktion nicht mehr mit dem Restmüll entsorgt werden. Das neue ElektroG2 vom 24.10.2015 regelt das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung der Geräte. Die Rücknahmepflicht für den Handel gilt seit dem 25. Juli 2016. Alle wichtige Fakten dazu siehe das öffentliche Portal http://www.elektrogesetz.de/

Beseitigung - umweltgerechte Behandlung notwendig!
Vor der Beseitigung (Ablagerung) muss der Restmüll behandelt werden, um Gefahren für Boden, Wasser und Luft gering zu halten. Dies gilt seit 2005 für alle Siedlungsabfälle, zu denen neben dem Restmüll auch Sperrmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle und Klärschlamm zählen. Zwei Arten der Abfallbehandlung herrschen in Deutschland vor: Die Verbrennung in Müllverbrennungsanlagen (MVA) und die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA), bei der der Restmüll mechanisch in verschiedene Stoffströme aufgetrennt und der biologisch abbaubare Feinanteil nach Vergärung und Verrottung auf der Deponie abgelagert wird.

In den meisten Kreisen bzw. kreisfreien Städten wird der Restmüll direkt in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt. Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung besitzt aber gegenüber der Verbrennung entscheidende Vorteile. So ist sie nicht nur umweltverträglicher, sondern auch kostengünstiger. MVA unterlaufen die Abfallvermeidung und -verwertung, da aus Gründen der Wirtschaftlichkeit konstante Müllmengen benötigt werden. Allerdings landen Teile des Restmülls nach derTrennung bei der mechanisch-biologischen Aufbereitung ebenfalls in MVA oder zur energetischen Verwertung in Ersatzstoffkraftwerken.

Mehr dazu siehe BUND-Position 49.Kap. 6 „Behandlung von Siedlungsabfällen
Zu Ersatzbrennstoffe hier

 





Achtung! Großdemo am Hambacher Wald am 6.10.2018

Die BUND-Kreisgruppe Minden-Lübbecke bietet eine Sammelfahrt mit dem Zug zur Großdemo an (NRW-Ticket für 5 Personen)
ab Bahnhof Minden 7.28 Uhr
ab Bahnhof Bad Oeynhausen 7.39 Uhr
Kosten 10 €, Rückkehr in Minden gegen 20.30 Uhr oder später nach Absprache in den einzelnen Gruppen
Kontakt: bund.minden-luebbecke@bund.net, Tel.: 0160 - 95006479

 

Wald retten, Kohle stoppen!
Die angedrohte Rodung im Hambacher Wald durch den Energiekonzern RWE rückt näher. Deshalb ruft der BUND gemeinsam mit Campact, Greenpeace und den Naturfreunden Deutschlands zu einer Demonstration am Hambacher Wald am 6. Oktober auf. Mehr dazu hier https://www.bund.net/nc/mitmachen/demo-wald-retten-kohle-stoppen/

Aufruf des Bündnisses Stop Kohle:
https://www.stop-kohle.de/

Appell an die zuständigen Minister*innen unterschreiben:
https://aktion.bund.net/hambacher-wald-retten-statt-roden



Vortrag "Vogelschlag an Glas" in Minden

10. Juni 2017: Fahrradaktionstag in Minden

Podiumsdiskussion am Mo, 27.3.2017 in Rahden

Thema: Landwirtschaft - zwischen bäuerlicher Romantik und Industrieproduktion
Veranstalter: Ev. Kirchenkreis Lübbecke
im Podium u.a. mit Ekkehard Niemann (Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft)
mehr siehe hier

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Flyer Kreisgruppe Minden-Lübbecke

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Weitersagen: Zukunft ohne Gift

Kinder sind unsere Zukunft – und schon früh schädlichen Chemikalien ausgesetzt. Giftstoffe, mit denen sie in ihren ersten Lebensjahren Kontakt haben, können selbst viele Jahre später noch zu Erkrankungen führen. Deshalb muss für Orte, an denen sich Kinder aufhalten, ein besonders strenger Maßstab gelten. Mehr dazu hier